Kassel: Einführung in Vergangenheit und Gegenwart der anarchistischen und anarchosyndikalistischen Bewegung

„Einführung in Vergangenheit und Gegenwart der anarchistischen und anarchosyndikalistischen Bewegung“

03.10.2017, 18 Uhr, Sandershaus, Sandershäuser Str. 79, Kassel

Eine Veranstaltung mit kommentierten Filmdokumentationen und Referent des Anarchosyndikalistischen Netzwerks (ASN) – Gruppe Kassel

Brighton: Erfolgreiche Kampagne gegen Vermieterin

Die protestierenden Mieter*innen, die sich gemeinsam mit der anarchosyndikalistischen Solidarity Federation (SF-IAA) in Brighton gegen ihre tyrannische Vermieterin gewehrt haben, können einen Sieg vermelden. Da sie ein Jahr lang in einer feuchten, schimmeligen und verseuchten Unterkunft leben mussten, wurde ihnen nun von der Vermieterin 2.700 GBP als Entschädigung und die gesamte Kaution ausgezahlt.

MTM-Kampagne Foto: SolFed Brighton 2017

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Aktionstag „Mietenwahnsinn stoppen“ in Köln

Im Rahmen der bundesweiten, dezentralen Proteste gegen steigende Mieten, Luxussanierung und Gentrifizierung hat es auch eine Aktion in der Kölner Südstadt und im Stadtteil Zollstock gegeben. Bei der städtischen Wohungsgesellschaft GAG, vor einem Studierendenwohnhaus, sowie einer restaurierten Arbeiter*innen-Siedlung und an einer Flüchtlingsunterkunft wurde mit verschiedenen Plakaten die entsprechenden Zusammenhänge kritisiert bzw. Forderungen gestellt.

Keine Rendite mit der Miete
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IAA: Solidarität mit Uber-Fahrer*innen in Jakarta

Zahlreiche Uber-Fahrer*innen rund um den Globus haben bereits gegen die Ausbeutung bei dem Transportvermittlungsunternehmen protestiert. In Indonesiens Hauptstadt Jakarta haben sich nun Fahrer*innen als Basisgewerkschaft KUMAN (Komunitas Uber Mainstream) organisiert.

Gemeinsam mit Mitgliedern der anarchosyndikalistischen PPAS (Persaudaraan Pekerja Anarko-Sindikalis) haben sie Proteste und einen Streik organisiert, um gegen die schlechten Arbeitsbedingungen der „freiberuflichen“ Auftragsfahrer*innen zu protestieren, wobei weitere Aktionen noch geplant werden.

Uber->Fahrer*innen demonstrieren in Jakarta 2017

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Serbien: Arbeitskampf bei Eisenbahnfabrik Goše

Seit Ende März streiken die Arbeiter*innen der Fabrik Goše nachdem die miesen Zustände dort den Kollegen Dragan Mladenović in den Selbstmord getrieben haben. Seit 15 Monaten hat die Belegscahft der privatisierten Wagonfabrik keine Löhne mehr bekommen und alle Verhandlungen mit dem slowakischen Unternehmen ŽOS sind bisher gescheitert. Die Firma ist hoch verschuldet und kann die Gehälter und Sozialleistungen nicht mehr bezahlen, weshalb die Kolleg*innen das Werk besetzt und die alle Telefonleitungen gekappt hatten.

Belgrad: Protest von Gose-Arbeiter*innen
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Köln: Antiautoritäre Lokalgeschichte 1919-’37

Das Open-Source-Projekt „Nur die Karte“ (http://www.die-karte.org) veröffentlicht historische Karten von Köln aus der Zeit zwischen der Novemberrevolution am Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Untergrundarbeit während des Nationalsozialismus mit eingezeichneten Orten, die im Zusammenhang zur libertären Arbeiter*innen-Bewegung standen.

Umgeworfener Müllwagen, Severinsstraße 1931

Vor allem die Mitglieder der anarchosyndikalistischen „Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD)“ stehen dabei im Mittelpunkt der Forschung, aber auch die „Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands (SAJD)“ ist vermerkt. Heute noch bekannte Wohnorte von damals aktiven Personen sind ebenso zu finden, wie überlieferte Treffpunkte und historische Ereignisse, wie Demonstrationen, Kundgebungen, Versammlungen und Streiks.
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Zum Thema Wahlen und Selbstorganisation

Die Solidarity Federation im britischen Calderdale hat eine Stellungnahme zur Wahlbeteiligung verfasst, in dem sie mit dem verbreiteten Vorwurf aufräumt, dass man sich über das Ergebnis nicht beschweren dürfe, wenn man sich vorher nicht an der Wahl beteiligt habe. Stattdessen formulieren sie es so: Wer immer nur wählen geht, darf sich danach nicht über das Ergebnis wundern.
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Slowkei: Erfolgreiche direkte Aktion dokumentiert

Die Basisgewerkschaft Priama Akcia (PA-IAA) hat ein kleines Video mit englischen Untertiteln veröffentlicht über ihren Arbeitskampf bei der Leiharbeitsfirma „CATO Agency“, der letztes Jahr mit zwei direkten Aktionen die Zahlung ausstehender Gelder erkämpfen konnte.

Priama Akcia (PA-IAA) - CATO 2016
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Wien: Selbstorganisierung bei ‚Jugend am Werk‘

Das Wiener Arbeiter*innen-Syndikat (WAS) berichtet, dass sich bei „Jugend am Werk“ die Kolleg*innen an der Basis organisieren und ein „Betriebsinfoblatt“ herausgegeben haben.

Bei dieser landesweit größten Betreuungseinrichtungen von Menschen mit Lernschwierigkeiten wurde das Flugblatt anlässlich einer Teilbetriebsversammlungen erstellt und an 70 Standorten in Wien verteilt. Damit wollen die Arbeiter*innen, von denen einige auch im WAS organisiert sind, auf die mangelhafte Informationspolitik von Firmenleitung und Betriebsrat aufmerksam zu machen, während die Arbeitsbedingungen der Belegschaft und für die Klient*innen durch Einsparungsmaßnahmen immer schlechter werden.

CreativeCommons: BY-NC (http://anarchosyndikalismus.blogsport.de)

Hamburg: Großdemo gegen G20-Gipfel

An der Großdemonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20″ am 08.07. nahmen etwa 76.000 Menschen teil, darunter auch einige Anarchosyndikalist*innen. Dies war der gemeinsame Abschluss der antikapitalistischen Aktionstage gegen das Gipfeltreffen der herrschenen Industriestaaten.


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Neues aus der IAA – Mai 2017 (Teil 2)

Polen: Kundgebung im Arbeitskampf bei POLOmarket

Vor der Supermarktfiliale in der schlesischen Stadt Częstochowa haben gestern Arbeiter*innen der Gewerkschaft ZSP-IAA protestiert.

Sie kämpfen gemeinsam mit ehemaligen Kolleg*innen für Abfindungen und ein Ende der Schikanen durch das Unternehmen. Die Firma steht schon länger in der Kritik wegen Mängeln bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit.

ZSP-IAA: POLOmarket - Mai 2017

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Haiti: Textilarbeiter*innen-Streik brutal unterdrückt

Wie die US-Amerikanische Gewerkschaft WSA-IAA berichtet, fordert die seit letzter Woche andauernde Streikbewegung in den Sweatshops von Port-Au-Prince, Carrefour, Ounaminthe und Caracol eine Verdopplung des Mindestlohns von 5 Euro/Tag. Außerdem verlangen die Arbeiter*innen auch Sozialleistungen, Mahlzeiten, Transport und Mietzuschüsse. Und die Produktionsmenge dürfe nicht mit der Lohnerhöhung angehoben werden.

Auf der Karibikinsel werden derzeit für einen 12-16stündigen Arbeitstag extreme Niedriglöhne gezahlt. Die Arbeiter*innen leben daher in ständig in Hunger, Schulden und drohener Obdachlosigkeit. Sie produzieren Waren für Lieferfirmen von unter anderem Fruit of the Loom, Gap und Walmart, die damit Milliardengewinne machen.

Die Streikbewegung unter dem Motto „Operation Verschränkte Arme“ wurde von der Polizei hart zurückgeschlagen, mit Gummigeschossen und Tränengas angegriffen. Mobiltelefone, mit denen die Repression belegt werden könnte, wurden beschlagnahmt oder zerstört. Die besetzte Fabrikstraße, welche auch zum Flughafen führt, wurde praktisch zum Sperrgebiet erklärt. Doch für Montag wird zu weiteren Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen aufgerufen.

(Siehe auch http://ideasandaction.info/2017/05/haitian-garment-workers-strike/)

Haiti: Textilarbeiter*innen-Streik Mai 2017

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Russland: Proteste gegen Wohnungspolitik

Die Demonstrationen der Moskauer Mieter*innen gegen die „Renovierung“ genannte Vertreibungspolitik durch den Abriss ganzer Stadtteile werden auch unterstützt von der anarchosyndikalistischen KRSA-IAA

(Siehe auch https://www.heise.de/tp/features/Moskau-Protest-gegen-Haeuser-Abriss-3719335.html, sowie http://www.aitrus.info/node/4946)

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Britannien: Direkte Aktion setzt ausstehenden Lohn durch

Ein Video der Solidarity Federation (SF-IAA) zeigte eine Protestaktion für ausstehende Lohnzahlungen mit Unterstützung einer lokalen Kampagne (Brighton Benefits Campaign). Aber leider wurde ein blinder Aktivist von dem säumigen Restaurantbesitzer unter Polizeischutz mehrfach dreist weggeschubst.

Um so erfreulicher, dass der arrogante Chef sich letztlich zur Zahlung des Geldes bereit erklären musste und dieser Arbeitskampf damit erfolgreich war.

(Siehe auch http://www.brightonsolfed.org.uk/brighton/smiles-solidarity-and-ephesus)

SolFed: Ephesus-Arbeitskampf in Brighton

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Deliveroo-Fahrer*innen organisieren sich

In der 7. Ausgabe von „Rebel Roo“, einer unabhängigen Basisbewegung bei Gastronomie-Kurierdiensten in Britannien, wird über einen erfolgreichen „wilden Streik“ in Marseille (F) berichtet, durch den die Tageslöhne angehoben werden konnten.

Und in Brighton (GB) demonstrierten Kurierfahrer*innen gemeinsam mit anderen prekären Arbeiter*innen am Ersten Mai. Unterstützt wurden sie dabei von der anarchosyndikalistischen Solidarity Federation (SF-IAA).

(http://www.weareplanc.org/wp-content/uploads/2017/05/bulletin-7-front-back-2.pdf)

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Madrid: „Ein Kampf ohne die Frauen ist kein Kampf“

Interview von Anja Kraus mit dem Manoli Ramajo, Mitglied des Allgemeinen Syndikats der CNT Madrid (http://sovmadrid.org)

in: Graswurzelrevolution Nr. 419, Mai 2017, http://www.graswurzel.net

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Österreich: Anarchosyndikalist*innen im Buchdruckerstreik 1913/14

Das Wiener Arbeiter*innen-Syndikat hat eine Buchbesprechung veröffentlcht zu „Der Anarchosyndikalismus und der Buchdruckerstreik 1913/14 in Österreich“. Herausgegeben wurde das Werk des Autors Peter Haumer 2016 vom Institut für Anarchismusforschung.

(https://wiensyndikat.wordpress.com/2017/05/18/buchrezension-der-anarchosyndikalismus-und-der-buchdruckerstreik-191314-in-oesterreich/)

Buchdruckerstreik Österreich 1913/14

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CreativeCommons: BY-NC (http://anarchosyndikalismus.blogsport.de)

Neues aus der IAA – Mai 2017

Aktuelle Meldungen aus der InternationalenArbeiter*innen-Assoziation (IAA):

Spanien: Repression statt Lohn bei Culset

Die Gewerkschafter*innen der CNT-IAA in Albacete protestieren gegen den Frucht- und Gemüsehändler Culset. Obwohl ein Gericht bereits die Kündigung für unrechtmäßig und die Lohnforderungen bestätigt hat, versucht das Unternehmen mit rechtlichen Mitteln gegen die Gewerkschaft vorzugehen. Daher haben die Genoss*innen nun beschlossen, ihre Aktionen auch auf die wichtigsten Kund*innen von Culset auszuweiten und diese zum Boykott aufzurufen (http://cntab.blogspot.de).

CNT-IAA Albacete

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Polen: Arbeitskampf bei POLOmarket geht weiter

Die Proteste der Gewerkschaft ZSP-IAA im mehreren polnischen Stäten werden fortgesetzt, da die Arbeitsbedingungen in der Discounter-Kette immernoch nicht verbessert wurden. Die Arbeiter*innen kämpfen gemeinsam mit ehemaligen Kolleg*innen für Abfindungen und ein Ende der Schikanen durch das Unternehmen. Die Firma steht schon länger in der Kritik wegen Mängeln bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Außerdem verweigert das MAnagement jegliche Verhandlungen mit der ZSP-IAA. Daher war bereits an einem landweiten Aktionstag (02.05.) vor mehreren Filialen protestiert worden (http://zsp.net.pl/polomarket-protests-take-center-stage-during-national-day-protests).

ZSP-IAA protestiert bei POLOmarket 2017

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Britannien: Erfolg im Mieterkampf (SF-IAA)

In Brighton unterstützt die Gewerkschaft Solidarity Federation einen Mieter beim Kampf um die Verbesserung der Wohnsituation. Die Stadtverwaltung als Vermieterin weigerte sich seit Jahren, dringend nötige Reparaturarbeiten an Fenstern und Dämmng durchzuführen und ließ die Räume weiter verfallen.
Nach ergebnislosem Schriftwechsel besuchte eine Gruppe Gewerkschafter*innen in einer Direkten Aktion die Verantwortlichen im Stadtrat, verteilten Flugblätter und konnten im persönlichen Gespräch erreichen, dass die Forderungen des sehbehinderten Mieters nun endlich erfüllt werden.
(http://www.brightonsolfed.org.uk/brighton/tenant-demands-repairs-after-council-neglect)

CreativeCommons (BY-NC): Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk (ASN Köln)

Spanien: Kampf gegen Entlassung bei McDonalds

Die spanische Basisgewerkschaft CNT(-IAA) Tarragona kämpft zur Zeit gegen eine ungerechtfertigte Entlassung einer Arbeiterin bei McDonalds in Roda da Barà. Am 2.Mai wird der Fall der Kollegin vor einem Arbeitsgericht verhandelt werden.

Kundgebung bei McDonalds

Daher erinnert die CNT daran, dass das Unternehmen Folgendes zu verantworten hat:
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Neuer Blog des ASN

Das neugründete Anarcho-Syndikalistische Netzwerk (ASN) hat jetzt auch einen eigenen Blog:

http://asn.blogsport.de

Prag: Internationales Treffen zu Arbeitskämpfen

Bericht der Priama akcia (PA-IAA) über ein internationales Treffen von Gruppen, die an Arbeitskämpfen beteiligt sind:

Am Samstag, 18. März 2017, haben sich anarchosyndikalistische Gruppen im autonomen Zentrum Klinika in der tschechischen Hauptstadt Prag vorgestellt. Die Veranstaltung wurde organisiert von dem Prager Solidaritätsnetzwerk Solis.

Internationale Konferenz zu Arbeitskämpfen (Prag 2017)

Die Redner*innen kamen von Solis, dem litauischen Solidaritätsnetzwerk „Gyvenimas per brangus“ (GPB) („Das Leben ist zu teuer“) und dem tschechischen Solidaritätsnetzwerk „Chceme bydlet!“ (Wir wollen Wohnraum“), sowie von zwei Sektionen der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (ZSP und PA). Hierbei möchten wir Solis für die Einladung und Durchführung der Veranstaltung danken. Hier sind einige unserer Beobachtungen:

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