Spanische CNT im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Die spanische Basisgewerkschaft CNT-IAA ruft für den 15. Februar 2013 zu einem Aktionstag gegen Arbeitslosigkeit auf. Sie sieht die Arbeitslosigkeit weiterhin als ein Ergebnis der Wirtschaftspolitik der verschiedenen Regierungen an. Diese zahlen lieber Millionen Euro für die Schulden der Banken und verteidigen die Vorteile von Management und Finanzeliten, anstatt das Wohl und die Rechte der Bevölkerungsmehrheit zu sichern. Stattdessen führen sie eine Politik der Kürzungen und Arbeitsmarktreformen weiter, die es den Unternehmen einfacher und billiger macht Leute zu entlassen.

15. Februar 2012 - Aktionstag gegen Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit erreicht nun dramatische Ausmaße von über 25% in bestimmten Regionen, Sektoren oder Altersgruppen. Die Regierung kürzt jedoch die Leistungen bei Arbeitslosigkeit. Und die Einsparungen im Haushaltsplan für das Jahr 2013 werden das Elend noch verstärken. Die Arbeitslosigkeit führt massenhaft zu Vertreibung aus unbezahlbaren Wohnungen und nimmt den Leuten die Erfüllung der grundlegendsten Bedürfnisse. Auch die fortgesetzten Kürzungen im öffentlichen Dienst in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales verschärfen die Situation für die mittellosen Arbeiter/innen noch weiter.

Die CNT-IAA lehnt diese Politik grundsätzlich ab und will über die Zusammenhänge aufklären. Denn die Arbeiter/innen sind nicht machtlos und ein Streik ist das letzte Mittel, um die Arbeitgeber/innen unter Druck zu setzen. Schließlich drohen sie drohen uns mit Entlassung, weiteren Lohnkürzungen und einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Dies war nämlich das wahre Ziel der Arbeitsmarktreform von 2012.

Doch von den Regierungen haben wir im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit nichts zu erwarten, keines ihrer Versprechen hat Arbeitsplätze geschaffen. Und mit Duldung der reformistischen Gewerkschaftsbürokratie werden seit Jahren Entlassungen durchgeführt, während sie sich auf das Geschäft mit Ausbildung und Berufsberatung konzentriert.

Wenn sich die Arbeiter/innen selbst organisieren – vor allem diejenigen, die direkt von dieser Situation betroffen sind – kann aber eine eigene Gewerkschaft ein nützliches Instrument im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Entlassungen werden. Die anarchosyndikalistische CNT-IAA fordert daher radikale Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit, Arbeitsteilung und Reichtum, um Wohlstand für alle zu schaffen. Letztlich wird dies aber nicht ohne eine grundlegende Veränderung des wirtschaftlichen und sozialen Systems möglich sein!

Daher ruft die CNT-IAA auf, für den 15. Februar zu mobilisieren, zu organisieren, auf die Straßen zu gehen und die Umsetzung folgender Maßnahmen zu verlangen:

- Reduzierung der Arbeitszeit auf 30 Stunden ohne Lohnkürzung

- Rente mit 55 Jahren

- Widerstand gegen alle Formen von Sozialplänen und Entlassungen

- Kampf und Verteidigung für jeden Arbeitsplatz

- anständige Grundsicherung für alle Erwerbslosen

Mehr Infos bei der CNT-IAA

Siehe auch:
http://internationalworkersassociation.blogspot.de/2013/01/cnt-beschuldigt-spanische-regierung-der.html

Anarchosyndikat Köln/Bonn

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