Archiv für August 2017

Köln: Antiautoritäre Lokalgeschichte 1919-’37

Das Open-Source-Projekt „Nur die Karte“ (http://www.die-karte.org) veröffentlicht historische Karten von Köln aus der Zeit zwischen der Novemberrevolution am Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Untergrundarbeit während des Nationalsozialismus mit eingezeichneten Orten, die im Zusammenhang zur libertären Arbeiter*innen-Bewegung standen.

Umgeworfener Müllwagen, Severinsstraße 1931

Vor allem die Mitglieder der anarchosyndikalistischen „Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD)“ stehen dabei im Mittelpunkt der Forschung, aber auch die „Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands (SAJD)“ ist vermerkt. Heute noch bekannte Wohnorte von damals aktiven Personen sind ebenso zu finden, wie überlieferte Treffpunkte und historische Ereignisse, wie Demonstrationen, Kundgebungen, Versammlungen und Streiks.
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Zum Thema Wahlen und Selbstorganisation

Die Solidarity Federation im britischen Calderdale hat eine Stellungnahme zur Wahlbeteiligung verfasst, in dem sie mit dem verbreiteten Vorwurf aufräumt, dass man sich über das Ergebnis nicht beschweren dürfe, wenn man sich vorher nicht an der Wahl beteiligt habe. Stattdessen formulieren sie es so: Wer immer nur wählen geht, darf sich danach nicht über das Ergebnis wundern.
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Slowkei: Erfolgreiche direkte Aktion dokumentiert

Die Basisgewerkschaft Priama Akcia (PA-IAA) hat ein kleines Video mit englischen Untertiteln veröffentlicht über ihren Arbeitskampf bei der Leiharbeitsfirma „CATO Agency“, der letztes Jahr mit zwei direkten Aktionen die Zahlung ausstehender Gelder erkämpfen konnte.

Priama Akcia (PA-IAA) - CATO 2016
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Wien: Selbstorganisierung bei ‚Jugend am Werk‘

Das Wiener Arbeiter*innen-Syndikat (WAS) berichtet, dass sich bei „Jugend am Werk“ die Kolleg*innen an der Basis organisieren und ein „Betriebsinfoblatt“ herausgegeben haben.

Bei dieser landesweit größten Betreuungseinrichtungen von Menschen mit Lernschwierigkeiten wurde das Flugblatt anlässlich einer Teilbetriebsversammlungen erstellt und an 70 Standorten in Wien verteilt. Damit wollen die Arbeiter*innen, von denen einige auch im WAS organisiert sind, auf die mangelhafte Informationspolitik von Firmenleitung und Betriebsrat aufmerksam zu machen, während die Arbeitsbedingungen der Belegschaft und für die Klient*innen durch Einsparungsmaßnahmen immer schlechter werden.

CreativeCommons: BY-NC (http://anarchosyndikalismus.blogsport.de)