Archiv für Juni 2018

Anarchosyndikalismus in Bangladesch

Seit Kurzem gibt es eine Webseite der Bangladesh Anarcho-Syndicalist Federation (BASF), die nach eigenen Angaben aktuell Niederlassungen in 52 Städten und Dörfern der asiatischen Republik hat. Gegründet wurde die Basisgewerkschaft von Tee-Arbeiter*innen, die sich vom autoritären Marxismus-Leninismus sowjetischer und maoistischer Prägung abgewendet hatten, um ab 2012 libertäre Ideen und Organisationsformen zu studieren.

BASF Logo

Da es aber bisher keine anarchosyndikalistische Literatur in der Landessprache Bengalisch gab, haben sie im Internet zahlreiche fremdsprachige Texte zusammengetragen und die freiheitlich-sozialistischen Ideen von Michael Bakunin, Alexander Berkman, Noam Chomsky, William Godwin, Emma Goldman, Peter Kropotkin, Errico Malatesta, Pierre-Joseph Proudhon, Max Stirner und Élisée Reclus gelesen.

Um den endgültigen Bruch mit den marxistischen Ideeen eines autoritären Staatskapitalismus zu vollziehen, haben sie am Ersten Mai 2014 einen organsatorischen Neuanfang gewagt und aus dem Rat der Tee-Arbeiter*innen heraus entstand ein Aktionskomitee aus 23 Anarchosyndikalist*innen. Inzwischen haben sie nach den Grundsätzen von Selbstverwaltung, Gegenseitiger Hilfe und Direkten Aktionen eine landesweite Föderation aufgebaut. Mit Unterstützung der australischen Anarcho-Syndicalist Federation (ASF-IAA) wollen sie sich nun der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA) anschließen.
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Polen: ZSP kämpft weiter

Neue Siege und Herausforderungen in 2018

Anlässlich des Jahreskongresses der polnischen Basisgewerkschaft ZSP-IAA hat diese einen Rückblick auf die Siege und Herausforderungen der ersten Jahreshälfte zusammengestellt:

Der Kongress, welcher normalerweise etwas früher im Jahr stattfindet, war aufgrund verschiedener Ursachen verschoben worden, unter anderem aufgrund des Repressionsdrucks gegen die Gewerkschaftsaktivitäten. Die ZSP führt weiterhin eine Kampagne zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Supermärkten, vor allem in der Auseinandersetzung mit PoloMarket. Dabei haben erneut Arbeiter*innen mit „Beeinträchtigungen“ eine große Rolle in der Arbeitsplatzkampagne der Organisation gespielt. Sie kämpfen für ihre vom Gesetz zugestandenen Rechte, die ihnen von vielen Arbeitgeber*innen verweigert werden, welche nur Fördermittel abkassieren wollen und dabei glauben, dass die Kolleg*innen nicht für ihre Rechte kämpfen würden.

ZSP gegen PoloMarket
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