Archiv für August 2018

Klimawandel bedroht Bangladesch

Die Weltbank hat vor einiger Zeit einen Bericht herausgebracht mit dem Titel „Schockwellen: Verwaltung der Folgen des Klimawandels auf die Armut“ (2016). Darin wird vorhergesagt, dass die weltweite Erwärmung im nächsten Jahrzehnt weitere 100 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen wird. Das bedeutet, dass 100 Millionen Menschen mehr mit Ansehen müssen, wie ihr Einkommen unter 0,87 Euro am Tag sinkt, was bereits auf 700 Millionen Menschen zutrifft, die nach Definition der Weltbank in „äußerster Armut“ leben.

Bangladesh Anarchosyndicalist Federation (BASF)

Die Menschen in den ärmsten Ländern sind am meisten bedroht, vor allem in Afrika südlich der Sahara, ebenso wie in Südasien. Dem Bericht zufolge wird der Klimawandel schreckliche Auswirkungen auf Landwirtschaft und Gesundheit in den globalen Armutsregionen haben. Die Ernteerträge werden bis 2030 um 5 % zurückgehen, worduch die ärmsten Menschen steigenden Nahrungsmittelpreisen ausgesetzt sein werden. Überflutungen und andere Naturkatastrophen werden immer häufiger und weiter verbreitet vorkommen, was sich auf die Ärmsten der Welt auswirkt.

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Spanien: CNT-IAA im Arbeitskampf

Protest gegen Supermarkt Consum

Da ein Arbeiter in Barcelona von der Supermarktkette entlassen wurde, nachdem er an einem Familienbegräbnis teilgenommen und für die Zeit keinen Lohn erhalten hatte. In mehreren Städten führten Anarchosyndikalist*innen Mitte August einen Aktionstag zur Unterstützung dieses monatelangen Konfliktes durch. Mit Kundgebungen, Plakaten, Flugblättern und Graffiti riefen sie zum Boykott des Unternehmens auf und fordern die Wiedereinstellung des Kollegen, sowie die Einhaltung der Arbeitsrechte.
(siehe http://cnt-ait-albacete.blogspot.com)

CNT-IAA Albacete - Consum 2018

Granja de Vez entlässt Gewerkschafterin

Die Firma „Granja de Ves“ in Albacete, die zum Landwirtschaftskonzern „Grupo Sanchiz“ aus Valencia gehört, betreibt großindustrielle Schweinemast, sowie Biogas- und Sonnenenergie-Anlagen. Dabei werden nicht nur die Tiere ausgebeutet, sondern auch die dortigen Arbeiter*innen, denen grundlegende Rechte vorenthalten werden. Das Unternehmen hat zudem versucht eine gewerkschaftliche Organisierung zu verhindern, indem es sofort die Delegierte einer neugeründeten Betriebssektion zur Strafe entlassen hat.

Die Gewerkschafter*in hatte sich nicht nur gegen sexuelle Diskriminierung gewehrt, sondern auch konkrete Forderungen bezüglich Urlaubsregelungen, Gesundheits- und Hygienemaßnahmen, sowie des Arbeitsschutzes aufgelistet. Die Basisgewerkschaft CNT-IAA setzt sich daher für eine Rücknahme der Kündigung und die Wiedereinstellung der betroffenen Kollegin ein. Für den 25.08. hatte sie daher eine Protestkundgebung vor der Firma, sowie eine Demonstration in der Stadt Albacete organisiert.
(http://cnt-ait-albacete.blogspot.com/2018/07/represion-sindical-y-explotacion.html)

CNT-IAA Albacete - Granja de Vez 2018

Erfolg in Tarragona

Die Basisgewerkschaft CNT-IAA hat im Fall der Firma Garibaldi einen Arbeitskampf gewonnen. Das Unternehmen bietet Reinigungsdiesnte im Krankenhaus Juan XXII in der Stadt Tarragona an. Nachdem der Anbieter wechselte und Garibaldi eingesetzt wurde, wurden während Feiertagen keine Überstundenzuschläge mehr bezahlt, wie es nach dem vorherigen Tarifabkommen üblich war. Die Gewerkschaft führt eine Informationskampagne und Protestkundgebungen vor dem Hotel durch, um die Arbeiter*innen zu ermutigen, sich zu organisieren und für ihre Rechte zu kämpfen. (siehe https://www.facebook.com/iwa.ait/)

ASN Köln

(CC: BY-NC)

Britannien: Proud Cabaret in Brighton muss zahlen

Der Nachtclub „Proud Cabaret“ hat eine*r Arbeiter*in rückwirkend über 1.600 Euro vorenthaltenen Lohn ausgezahlt, direkt nachdem ein Forderungsschreiben der Basisgewerkschaft Solidarity Federation (SF-IAA) aus Brighton überreicht worden war.

SF-IAA Brighton - Proud Cabaret
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Irak: Massenproteste gegen die Regierung

Die prekäre Lage der Bevölkerung im Irak wird meist aus religiöser und nationalistischer Sichtweise beschrieben, wie es die Propaganda der USA und der westlichen Staaten immer darstellt, doch diese Spaltung scheint für die Leute im Süden und in der Mitte des Landes nicht länger zu gelten. Einen anarchistischen Blick auf die Lage der Arbeiter*innen, die gegen Arbeitslosigkeit, mangelnde Grundversorgung und Korruption auf die Straße gehen, bietet jedoch das kurdischsprachige Portal anarkistan.com:
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