Archiv für Juli 2019

Bangladesch: Tee-Arbeiter*innen werden Grundrechte verweigert

Kürzlich hat die Anti-Korruptions-NGO Transparency International Bangladesh (TIB) eine Studie zu der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lage von Arbeiter*innen auf den Tee-Plantagen in dem südasiatischen Land veröffentlicht. Demnach wird in keiner der Teeplantagen für Überstunden der doppelte Lohn gezahlt, obwohl dies im Arbeitsrecht verbindlich vorgeschrieben ist.

Trotz einiger in den letzten Jahren ergiffener Maßnahmen wurden auch die Lebensbedingungen der Tee-Arbeiter*innen in Bangladesch nicht zufriedenstellend verbessert, berichtete der Geschäftsführer von TIB. „Die Tee-Gärten wurden während der britischen Kolonialzeit errichtet und durch Sklaven*arbeit betrieben, wobei sich das Muster zur Zeit ändert. Jedoch wird den Tee-Arbeiter*innen im Vergleich zu anderen Tätigkeitsfeldern leider der Zugang zu grundlegenden Rechten verweigert“, sagte er.

Tee-Arbeiter*innen auf einer Plantage in Bangladesch

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Öko-Syndikalismus statt Green New Deal

Der kapitalistische Fortschritt ist die zentrale Ursache der aktuellen Klimakrise, welche die Menschheit aufgrund der globalen Erwärmung zu bewältigen hat. Und bei dieser globalen Erwärmung handelt es sich um einen schnellen und dauernden Anstieg der weltweiten Temperatur von Erdoberfläche und Ozeanen. Bisher gab es seit [Beginn der systematischen Messungen im Jahr] 1880 eine Temperatursteigerung von 0,8 Grad Celsius.

Laut einer aktuellen Untersuchung von Wissenschaftler*innen am Goddard-Instituts der US-Raumfahrtbehörde NASA haben zwei Drittel dieser Erwärmung in der Zeit nach 1975 stattgefunden. Ein Temperaturanstieg von einem Grad scheint nicht viel zu sein, aber die Forscher*innen der NASA heben hervor: „Es bedarf einer riesigen Hitzemenge, um alle Ozeane, die Atmosphäre und die Erde zu erwärmen.“

Kapitalismus stinkt

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Madrid: Neue Gewerkschaftszeitschrift CNT (AIT)

Seit dem Sommer 2019 gibt die Lokalföderation der Basisgewerkschaft „CNT-IAA“ in der spanischen Hauptstadt eine neue Zeitschrift unter dem gleichen Titel heraus, die zweimonatlich erscheint.

CNT periodico (Madrid 2019-05)

In der ersten Ausgabe (Mai/Juni) wurde natürlich über die anarchosyndikalistischen Demonstrationen und Aktionen am Ersten Mai berichtet. Aber auch ein Rückblick auf den Internationalen Frauenstreiktag 08. März war enthalten und das anarchofeministische Kollektiv “Banfennid” wurde vorgestellt. Darüber hinaus wurde die Frage behandelt, was libertäre Pädagogik ist – oder sein könnte. Weitere Themen waren unter anderem ein Hungerstreik von Gefangenen, ein Aufruf zum Wahlboykott und die erste anarchosyndikalistische Konferenz in Bangladesch.

CNT periodico (Madrid 2019-07)

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Brighton: Gegen Ausbeutung im Praktikum

Die Basisgewerkschaft Solidarity Federation in der südenglischen Stadt Brighton kämpft seit Monaten für die Rechte eines ihrer Mitglieder, das anstatt des vereinbarten qualifizierenden Praktikums beim Friseur“ CJ Barbers“ zweieinhalb Monate in Vollzeit bloß für eine „ehrenamtliche“ Aufwandsentschädigung schuften musste.

Da dies offensichtlich reguläre Erwerbstätigkeit war, die nicht angemessen nach Mindestlohn entlohnt und auch keine andere vertragliche Regelung getroffen wurde, versucht die SF-IAA wegen fehlender Gesprächsbereitschaft des Unternehmens nun mit Protestkundgebungen und Boykottaufrufen die rechtlich zustehenden Zahlungen in Höhe von etwa 2.800 Euro durchzusetzen.

Protestkampagne der SolFed-IAA Brighton 2019

Dabei kam es am 20.06. zu einem gewaltsamen Angriff des Besitzers, der gemeinsam mit dem Manager, die Gewerkschaftskundgebung wiederholt attackierte. Er zerschlug sein Mobiliar, bedrohte damit die Umstehenden, zerriss Banner und Flugblätter und ging mit körperlicher Gewalt gegen die friedlichen Demonstrant*innen vor. Als diese sich nicht provozieren ließen und ihren Protest fortsetzten, schubste und würgte er die Gewerkschafter*innen, wobei er auch filmenden Leuten das Handy aus der Hand schlug.

Angriff auf SolFed-IAA in Brighton 2019-06-20

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