Archiv der Kategorie 'Arbeit'

Neues aus der IAA – Oktober 2017

Argentinien: Soldarität gegen Polizeiterror in Katalonien

Die Widerstandsgesellschaft aller Berufe (SROV) der FORA in Lomas de Zamora hat anlässlich des politischen Generalstreiks am 03.10. gegen die Staatsgewalt in der Region Katalonien vor der Spanischen Botschaft in Buenos Aires protestiert. Dabei wurden auf der Straße vor dem Gebäude zahlreiche Flugblätter verteilt, Transparente gezeigt und Redebeiträge mit Megaphon gehalten (siehe Video).

Sie unterstützen damit den Aufruf der Basisgewerkschaft CNT in Barcelona, die sich angesichts der massiven Unterdrückung gegen die regionalistische Unabhängigkeitsbewegung mit den zivilen Opfern von Polizeigewalt und faschistischem Straßenterror solidarisiert.

Auch die FORA-Mitglieder wenden sich gegen jede staatliche Unterdrückung und rufen zum Klassenkampf gegen die kapitalistische Ausbeutung jenseits aller Grenzen auf. Auf dem Weg zur Selbstbestimmung stehen für sie die Organisation der Arbeiter*innen und gemeinsame direkte Aktionen im Vordergrund, aber nicht nationalistische Spaltung und Militarisierung.

FORA Lomas de Zamora

http://oficiosvarios-lomasdezamora.blogspot.de/

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Bulgarien: Kampagne gegen Willkür von Arbeitgeber*innen

Das Autonome Arbeiter*innen-Syndikat (ARS/APC) organisiert gemeinsam mit anderen Arbeitern aus verschiedenen Firmen und Branchen eine Kampagne gegen willkürliche Maßnahmen von Unternehmer*innen weiter.

Nach einem gemeinsamen Protest am 05.09. haben sie einige Ergebnisse erzielt, vor allem im Zusammenhang mit den Rechten von Arbeiter*innen bei der Firma Piccadilly. Aber das reicht nicht, denn die Arbeiter*innen haben das fällige Geld noch nicht erhalten.

Und die vorgeschlagenen gesetzlichen Änderungen werden nicht einmal im Parlament behandelt. Deshalb haben sie in den letzten Wochen eine neue Reihe von Veranstaltungen gestartet, um über die Fortsetzung und Ausweitung der Kampagne gegen die Arroganz der Arbeitgeber*innen zu diskutieren.

Die Arbeiter*innen und der Gewerkschaft, die an diesen Versammlungen teilgenommen haben, wollen die Kampagne vertiefen und zu radikalen Protesten, Straßensperren und anderen Aktionen übergehen.

Die Kampagne wird Beteiligung in weiteren verschiedenen Bereichen ermöglichen und diese in die allgemeine Mobilisierung einbeziehen. In mehreren Städten des Landes findet eine Koordinierung statt und die Proteste werden diese Woche fortgesetzt.

http://arsindikat.org/bg/

ARS Kampagne gegen Unternehmerwillkür

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Granada: Arbeitskampf bei 8Belts geht weiter

Vor dem Kongresszentrum der spanischen Stadt haben heute Basisgewerkschafter*innen der CNT-IAA Granada gegen die Ausbeutung in der Firma 8Belts protestiert, deren Inhaber Anxo Perez dort an einer Veranstaltung teilnahm. Die Passant*innen und Besucher*innen wurden über den Arbeitskampf informiert. Der Unternehmer wurde daran erinnert, seinen Verpflichtungen nachzukommen und auf die Forderungen der Arbeiterin* einzugehen.

CNT-IAA Granada: 8Belts

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Spanien: CNT-IAA schließt Haustarifvertrag in Kantabrien ab

Nach sechs Monaten Verhandlung hat die anarchosyndikalistische Basisgewerkschaft CNT-IAA Torrelavega bei „Fincas Urbanas“ einen eigeständigen Tarifvertrag für alle Mitglieder in dem Unternehmen abgeschlossen.

Landesweit ist dies die erste Stadt, in der eine CNT-Gewerkschaft solch einen umstrittenen Haustarifvertrag aushandeln konnte. Dieser regelt nun eine Lohnerhöhung, sowie Verbesserungen bei Urlaubsanspruch und Nachtarbeit.

Da alle Mitglieder dieses hauseigene Abkommen auf ihrer Vollversammlung beschlossen hatten, sieht die lokale Gewerkschaft darin einen Weg, um die reformistische Stellvertretungspolitik einer Funktionärsbürokratie durch solche selbstbestimmten, direkten Aktion zu verhindern.

Allgemeines Syndikat Torrelavega

Quelle:
https://www.adargainfo.com

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Spanien: Kampagne gegen Arbeitsunfälle

Unter dem Motto „Aus unserem Blut schöpfen sie ihren Reichtum – Arbeitsunfälle sind Unternehmensterror!“ startet eine Kampagne gegen die gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz. Die CNT-IAA Albacete will mit Plakaten und Aufklebern die berufsbezognen Risiken von Unfällen, Verletzungen und Erkrankungen aufmerksam machen.

Vor allem das Profitinteresse der Unternehmer*innen und die zunehmende Leistungsverdichtung bei gleichzeitiger Arbeitshetze sehen sie im Zusammenhang mit der gestiegenen Zahl von Arbeitunfällen und Berufskrankheiten in dem krisengeplagten Land. Im spanischen Staat sterben über 600 Arbeiter*innen pro Jahr bei Arbeitsunfällen, weltweit handelt es sich um etwa 360.000 Tote.

CNT-IAA Albacete

Arbeitsunfälle

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Frankreich: Neue Ausgabe von „Anarchosyndicalisme!“

Die aktuellle Nr. 156 der Gewerkschaftszeitung der CNT-IAA Toulouse ist erschienen mit folgenden Themen:

- „Lächeln, sie werden gefilmt“

- „(R)Evolution(en) – die kapitalistische Ideologie und die Theorie der Verteilung“

- „Levothyrox – eine medizinischer Unfall“

- „Die Chefs befehlen, Macron führt aus“

- „Autonomie und ziviler Ungehorsam: Die selbstbestimmte Arbeitszeitverkürzung in Italien“

- „Der Schaden in Katalonien“

- „Ebru Firat: Schon 400 Tage Inhaftierung der türkischen Gefangenen“

- „S.I.A. – eine andere Form der Solidarität“

- „Medien: Ein Hurrikan von Gerüchte aus Saint-Martin“

Anarchosyndicalisme 156 (CNT-IAA Toulouse)

http://www.cntaittoulouse.lautre.net/IMG/pdf/anarchosyndicalisme___156.pdf

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CreativeCommons: BY-NC (http://anarchosyndikalsimsu.blogsport.de)

Madrid: Proteste gegen Lohnraub bei Clinica Americana

Die Aktivist*innen der Basisgewerkschaft CNT-IAA in Madrid haben im September eine Reihe von direkten Aktionen im Zusammenhang mit dem laufenden Arbeitskampf bei verschiedenen Firmen und Institutionen organisiert. So haben Gewerkschafter*innen aus den Branchen Graphik, Transport und Allgemeines seit August regelmäßig Proteste vor einer amerikanischen Schönheitsklinik (Clínica Americana) durchgeführtt. Deren Eigentümer schuldet einer ehemaligen Arbeiter*innen uner anderem noch für zwei Monate Lohn.

CNT-IAA Madrid protestiert vor Clinica Americana 2017

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Polen: Kleiner Sieg gegen PoloMarket

Einige der ehemaligen Arbeiter*innen bei der polnischen Discounter-Kette PoloMarket können sich angesichts eines kleinen Erfolges vor Gericht wenigstens ein Bischen freuen. Die Gewerkschaft ZSP-IAA protestiert schon seit Monaten gegen die Arbeitsbedingungen und auch der Forderung nach Entschädigung für unbezahlten Überstunden.

Kleiner Sieg gegen PoloMarket (ZSP-IAA)

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Kassel: Einführung in Vergangenheit und Gegenwart der anarchistischen und anarchosyndikalistischen Bewegung

„Einführung in Vergangenheit und Gegenwart der anarchistischen und anarchosyndikalistischen Bewegung“

03.10.2017, 18 Uhr, Sandershaus, Sandershäuser Str. 79, Kassel

Eine Veranstaltung mit kommentierten Filmdokumentationen und Referent des Anarchosyndikalistischen Netzwerks (ASN) – Gruppe Kassel

IAA: Solidarität mit Uber-Fahrer*innen in Jakarta

Zahlreiche Uber-Fahrer*innen rund um den Globus haben bereits gegen die Ausbeutung bei dem Transportvermittlungsunternehmen protestiert. In Indonesiens Hauptstadt Jakarta haben sich nun Fahrer*innen als Basisgewerkschaft KUMAN (Komunitas Uber Mainstream) organisiert.

Gemeinsam mit Mitgliedern der anarchosyndikalistischen PPAS (Persaudaraan Pekerja Anarko-Sindikalis) haben sie Proteste und einen Streik organisiert, um gegen die schlechten Arbeitsbedingungen der „freiberuflichen“ Auftragsfahrer*innen zu protestieren, wobei weitere Aktionen noch geplant werden.

Uber->Fahrer*innen demonstrieren in Jakarta 2017

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Serbien: Arbeitskampf bei Eisenbahnfabrik Goše

Seit Ende März streiken die Arbeiter*innen der Fabrik Goše nachdem die miesen Zustände dort den Kollegen Dragan Mladenović in den Selbstmord getrieben haben. Seit 15 Monaten hat die Belegscahft der privatisierten Wagonfabrik keine Löhne mehr bekommen und alle Verhandlungen mit dem slowakischen Unternehmen ŽOS sind bisher gescheitert. Die Firma ist hoch verschuldet und kann die Gehälter und Sozialleistungen nicht mehr bezahlen, weshalb die Kolleg*innen das Werk besetzt und die alle Telefonleitungen gekappt hatten.

Belgrad: Protest von Gose-Arbeiter*innen
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Köln: Antiautoritäre Lokalgeschichte 1919-’37

Das Open-Source-Projekt „Nur die Karte“ (http://www.die-karte.org) veröffentlicht historische Karten von Köln aus der Zeit zwischen der Novemberrevolution am Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Untergrundarbeit während des Nationalsozialismus mit eingezeichneten Orten, die im Zusammenhang zur libertären Arbeiter*innen-Bewegung standen.

Umgeworfener Müllwagen, Severinsstraße 1931

Vor allem die Mitglieder der anarchosyndikalistischen „Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD)“ stehen dabei im Mittelpunkt der Forschung, aber auch die „Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands (SAJD)“ ist vermerkt. Heute noch bekannte Wohnorte von damals aktiven Personen sind ebenso zu finden, wie überlieferte Treffpunkte und historische Ereignisse, wie Demonstrationen, Kundgebungen, Versammlungen und Streiks.
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Slowkei: Erfolgreiche direkte Aktion dokumentiert

Die Basisgewerkschaft Priama Akcia (PA-IAA) hat ein kleines Video mit englischen Untertiteln veröffentlicht über ihren Arbeitskampf bei der Leiharbeitsfirma „CATO Agency“, der letztes Jahr mit zwei direkten Aktionen die Zahlung ausstehender Gelder erkämpfen konnte.

Priama Akcia (PA-IAA) - CATO 2016
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Wien: Selbstorganisierung bei ‚Jugend am Werk‘

Das Wiener Arbeiter*innen-Syndikat (WAS) berichtet, dass sich bei „Jugend am Werk“ die Kolleg*innen an der Basis organisieren und ein „Betriebsinfoblatt“ herausgegeben haben.

Bei dieser landesweit größten Betreuungseinrichtungen von Menschen mit Lernschwierigkeiten wurde das Flugblatt anlässlich einer Teilbetriebsversammlungen erstellt und an 70 Standorten in Wien verteilt. Damit wollen die Arbeiter*innen, von denen einige auch im WAS organisiert sind, auf die mangelhafte Informationspolitik von Firmenleitung und Betriebsrat aufmerksam zu machen, während die Arbeitsbedingungen der Belegschaft und für die Klient*innen durch Einsparungsmaßnahmen immer schlechter werden.

CreativeCommons: BY-NC (http://anarchosyndikalismus.blogsport.de)

Neues aus der IAA – Mai 2017 (Teil 2)

Polen: Kundgebung im Arbeitskampf bei POLOmarket

Vor der Supermarktfiliale in der schlesischen Stadt Częstochowa haben gestern Arbeiter*innen der Gewerkschaft ZSP-IAA protestiert.

Sie kämpfen gemeinsam mit ehemaligen Kolleg*innen für Abfindungen und ein Ende der Schikanen durch das Unternehmen. Die Firma steht schon länger in der Kritik wegen Mängeln bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit.

ZSP-IAA: POLOmarket - Mai 2017

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Haiti: Textilarbeiter*innen-Streik brutal unterdrückt

Wie die US-Amerikanische Gewerkschaft WSA-IAA berichtet, fordert die seit letzter Woche andauernde Streikbewegung in den Sweatshops von Port-Au-Prince, Carrefour, Ounaminthe und Caracol eine Verdopplung des Mindestlohns von 5 Euro/Tag. Außerdem verlangen die Arbeiter*innen auch Sozialleistungen, Mahlzeiten, Transport und Mietzuschüsse. Und die Produktionsmenge dürfe nicht mit der Lohnerhöhung angehoben werden.

Auf der Karibikinsel werden derzeit für einen 12-16stündigen Arbeitstag extreme Niedriglöhne gezahlt. Die Arbeiter*innen leben daher in ständig in Hunger, Schulden und drohener Obdachlosigkeit. Sie produzieren Waren für Lieferfirmen von unter anderem Fruit of the Loom, Gap und Walmart, die damit Milliardengewinne machen.

Die Streikbewegung unter dem Motto „Operation Verschränkte Arme“ wurde von der Polizei hart zurückgeschlagen, mit Gummigeschossen und Tränengas angegriffen. Mobiltelefone, mit denen die Repression belegt werden könnte, wurden beschlagnahmt oder zerstört. Die besetzte Fabrikstraße, welche auch zum Flughafen führt, wurde praktisch zum Sperrgebiet erklärt. Doch für Montag wird zu weiteren Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen aufgerufen.

(Siehe auch http://ideasandaction.info/2017/05/haitian-garment-workers-strike/)

Haiti: Textilarbeiter*innen-Streik Mai 2017

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Russland: Proteste gegen Wohnungspolitik

Die Demonstrationen der Moskauer Mieter*innen gegen die „Renovierung“ genannte Vertreibungspolitik durch den Abriss ganzer Stadtteile werden auch unterstützt von der anarchosyndikalistischen KRSA-IAA

(Siehe auch https://www.heise.de/tp/features/Moskau-Protest-gegen-Haeuser-Abriss-3719335.html, sowie http://www.aitrus.info/node/4946)

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Britannien: Direkte Aktion setzt ausstehenden Lohn durch

Ein Video der Solidarity Federation (SF-IAA) zeigte eine Protestaktion für ausstehende Lohnzahlungen mit Unterstützung einer lokalen Kampagne (Brighton Benefits Campaign). Aber leider wurde ein blinder Aktivist von dem säumigen Restaurantbesitzer unter Polizeischutz mehrfach dreist weggeschubst.

Um so erfreulicher, dass der arrogante Chef sich letztlich zur Zahlung des Geldes bereit erklären musste und dieser Arbeitskampf damit erfolgreich war.

(Siehe auch http://www.brightonsolfed.org.uk/brighton/smiles-solidarity-and-ephesus)

SolFed: Ephesus-Arbeitskampf in Brighton

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Deliveroo-Fahrer*innen organisieren sich

In der 7. Ausgabe von „Rebel Roo“, einer unabhängigen Basisbewegung bei Gastronomie-Kurierdiensten in Britannien, wird über einen erfolgreichen „wilden Streik“ in Marseille (F) berichtet, durch den die Tageslöhne angehoben werden konnten.

Und in Brighton (GB) demonstrierten Kurierfahrer*innen gemeinsam mit anderen prekären Arbeiter*innen am Ersten Mai. Unterstützt wurden sie dabei von der anarchosyndikalistischen Solidarity Federation (SF-IAA).

(http://www.weareplanc.org/wp-content/uploads/2017/05/bulletin-7-front-back-2.pdf)

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Madrid: „Ein Kampf ohne die Frauen ist kein Kampf“

Interview von Anja Kraus mit dem Manoli Ramajo, Mitglied des Allgemeinen Syndikats der CNT Madrid (http://sovmadrid.org)

in: Graswurzelrevolution Nr. 419, Mai 2017, http://www.graswurzel.net

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Österreich: Anarchosyndikalist*innen im Buchdruckerstreik 1913/14

Das Wiener Arbeiter*innen-Syndikat hat eine Buchbesprechung veröffentlcht zu „Der Anarchosyndikalismus und der Buchdruckerstreik 1913/14 in Österreich“. Herausgegeben wurde das Werk des Autors Peter Haumer 2016 vom Institut für Anarchismusforschung.

(https://wiensyndikat.wordpress.com/2017/05/18/buchrezension-der-anarchosyndikalismus-und-der-buchdruckerstreik-191314-in-oesterreich/)

Buchdruckerstreik Österreich 1913/14

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CreativeCommons: BY-NC (http://anarchosyndikalismus.blogsport.de)

Neues aus der IAA – Mai 2017

Aktuelle Meldungen aus der InternationalenArbeiter*innen-Assoziation (IAA):

Spanien: Repression statt Lohn bei Culset

Die Gewerkschafter*innen der CNT-IAA in Albacete protestieren gegen den Frucht- und Gemüsehändler Culset. Obwohl ein Gericht bereits die Kündigung für unrechtmäßig und die Lohnforderungen bestätigt hat, versucht das Unternehmen mit rechtlichen Mitteln gegen die Gewerkschaft vorzugehen. Daher haben die Genoss*innen nun beschlossen, ihre Aktionen auch auf die wichtigsten Kund*innen von Culset auszuweiten und diese zum Boykott aufzurufen (http://cntab.blogspot.de).

CNT-IAA Albacete

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Polen: Arbeitskampf bei POLOmarket geht weiter

Die Proteste der Gewerkschaft ZSP-IAA im mehreren polnischen Stäten werden fortgesetzt, da die Arbeitsbedingungen in der Discounter-Kette immernoch nicht verbessert wurden. Die Arbeiter*innen kämpfen gemeinsam mit ehemaligen Kolleg*innen für Abfindungen und ein Ende der Schikanen durch das Unternehmen. Die Firma steht schon länger in der Kritik wegen Mängeln bei Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Außerdem verweigert das MAnagement jegliche Verhandlungen mit der ZSP-IAA. Daher war bereits an einem landweiten Aktionstag (02.05.) vor mehreren Filialen protestiert worden (http://zsp.net.pl/polomarket-protests-take-center-stage-during-national-day-protests).

ZSP-IAA protestiert bei POLOmarket 2017

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Britannien: Erfolg im Mieterkampf (SF-IAA)

In Brighton unterstützt die Gewerkschaft Solidarity Federation einen Mieter beim Kampf um die Verbesserung der Wohnsituation. Die Stadtverwaltung als Vermieterin weigerte sich seit Jahren, dringend nötige Reparaturarbeiten an Fenstern und Dämmng durchzuführen und ließ die Räume weiter verfallen.
Nach ergebnislosem Schriftwechsel besuchte eine Gruppe Gewerkschafter*innen in einer Direkten Aktion die Verantwortlichen im Stadtrat, verteilten Flugblätter und konnten im persönlichen Gespräch erreichen, dass die Forderungen des sehbehinderten Mieters nun endlich erfüllt werden.
(http://www.brightonsolfed.org.uk/brighton/tenant-demands-repairs-after-council-neglect)

CreativeCommons (BY-NC): Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk (ASN Köln)

Spanien: Kampf gegen Entlassung bei McDonalds

Die spanische Basisgewerkschaft CNT(-IAA) Tarragona kämpft zur Zeit gegen eine ungerechtfertigte Entlassung einer Arbeiterin bei McDonalds in Roda da Barà. Am 2.Mai wird der Fall der Kollegin vor einem Arbeitsgericht verhandelt werden.

Kundgebung bei McDonalds

Daher erinnert die CNT daran, dass das Unternehmen Folgendes zu verantworten hat:
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Prag: Internationales Treffen zu Arbeitskämpfen

Bericht der Priama akcia (PA-IAA) über ein internationales Treffen von Gruppen, die an Arbeitskämpfen beteiligt sind:

Am Samstag, 18. März 2017, haben sich anarchosyndikalistische Gruppen im autonomen Zentrum Klinika in der tschechischen Hauptstadt Prag vorgestellt. Die Veranstaltung wurde organisiert von dem Prager Solidaritätsnetzwerk Solis.

Internationale Konferenz zu Arbeitskämpfen (Prag 2017)

Die Redner*innen kamen von Solis, dem litauischen Solidaritätsnetzwerk „Gyvenimas per brangus“ (GPB) („Das Leben ist zu teuer“) und dem tschechischen Solidaritätsnetzwerk „Chceme bydlet!“ (Wir wollen Wohnraum“), sowie von zwei Sektionen der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (ZSP und PA). Hierbei möchten wir Solis für die Einladung und Durchführung der Veranstaltung danken. Hier sind einige unserer Beobachtungen:

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Neues aus der IAA – März 2017

Bulgarien:

Die bulgarischen Arbeiter*innen bei Picadilly, einem der größten Einzelhandelsunternehmen des Landes, haben landesweit einen wilden Streik organisiert und werden dabei von der anarchosyndikalistischen „Autonomen Arbeiter*innen-Gewerkschaft“ (ARS-IAA) unterstützt.

Protestaktion der ARS-IAA

Außerdem beteiligte sich die ARS-IAA am 24.03. an einer Blockade der Firmenzentrale von MAX Telecom in Sofia gemeinsam mit ehemaligen Arbeiter*innen, die die sofortige Auszahlung der ausstehenden Löhne für alle 150 Kolleg*innen fordern.
(Video)

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Polen:

Auch der Arbeitskampf bei der polnischen Post weiter geführt: Das Management versucht mit Repressionen und Kündigungen gegen die aktiven Arbeiter*innen vorzugehen, um weitere Betriebskämpfe zu verhindern. Eine selbstorganisierte Basisbewegung von hunderten Post-Arbeiter*innen hatte Mitte März mit dezentralen Aktionen ihre Forderungen nach Lohnerhöhung und regionaler Umstrukturiereung bekräftigt.

Polen: Post-Protest

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Serbien:

Anlässlich des 18. Jahrestages des NATO-Angriffs von 1999 hat die Anarchosyndikalistische Initiative (ASI-IAA) an die imperialistischen Kriegsverbrechen erinnert. Bereits im letzten Jahr hatten sie mit einer Protestaktion auf die blutige Geschichte dieser illegalen Intervention verwiesen.(Video)

Anfang März hat die ASI-IAA mit einer Sprayaktion gegen den faschistischen Polizeiterror der lokalen Ordnungskräfte protestiert, der letzten Sommer zum Tod von Vladan Marinkovic auf dem Vidikovačkoj-Markt geführt hatte (Video).

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Portugal:

Die Anarchosyndikalist*innen der AIT-SP berichten von einer brutalen Polizeirazzia am 15.03. in einer Sozialwohnungssiedlung im Lissaboner Vorort Queluz. Dabei soll es durch die Staatsmacht zu rassistischen und sexistischen Übergriffen gekommen sein als auch Senior*innen, Kinder und ein*e Anwält*in der Polizeigewalt ausgesetzt wurden. Vorwand für den gewaltsamen Einsatz war eine Durchsuchung nach einem Fahrraddiebstahl. Die Bewohner*innen berichteten gegenüber dem unabhängigen Nachrichtenmagazin Mapa in Interviews.

Portugal: Razzia in Sozialwohnungsblock

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Britannien:

Das medizinisches Personal in britischen Krankenhäusern soll demnächst den Migrationsstatus von Patient*innen überprüfen. Gegen diese rassistische Politik spricht sich die anarchosyndikalistische Solidarity Federation (SF-IAA) aus und fordert mit einer Plakatkampagne „Gesundheitsleistungen für alle“.

SF-IAA: Gesundheitsleistungen für alle

CreativeCommons (BY-NC): anarchosyndikalismus.blogsport.de

Neues aus der IAA – Februar 2017

Brighton: Urlaubsgeld erkämpft

Eine Gastrononomie-Arbeiterin der Solidarity Federation bekommt 600 GBP ausgezahlt nachdem sie Urlaubsgeld für sich und ihre Kolleg/innen gefordert hatte. Der Arbeitgeber war nur unter Androhung von öffentlichen Protestaktionen zur Erfüllung dieser Rechtsansprüche bereit. Angesichts der unsicheren Arbeitsbedingungen mit Null-Stunden-Verträgen besteht jedoch noch viel Handlungsbedarf in der Branche. (http://www.brightonsolfed.org.uk)

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Lissabon: Gemeinsam gegen prekäre Arbeit

An der Kunsthochschule „António Arroio“ haben sich Studierende und Hilfskräfte zu einem Arbeitskampf gegen prekäre Bedingungen vereinigt. Sie protestieren u.a. gegen Niedriglöhne von höchstens 240 Euro/Monat. Unterstützt werden sie auch von der anarchosyndikalistischen Basisgewerkschaft AIT-SP (http://ait-sp.blogspot.de/) und dem Anarchistischen Studierenden-Kollektiv CEL (http://cel-lisboa.tumblr.com>.

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Madrid: Arbeitskampf bei Carrefour

Vor dem Supermarkt im Madrider Stadtteil Lavapies fand Ende letzter Woche eine Protestkundgebung der anarchosyndikalistischen Basisgewerkschaft CNT-IAA statt. Das Allgemeine Syndikat in der spanischen Hauptstadt kämpft für die Wiedereinstellung der gekündigten Kollegin und für die Erfüllung verschiedener Forderungen. (http://elmilicianocnt-aitchiclana.blogspot.com)

Foto: CNT-IAA Madrid: Protest bei Carrefour

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Warschau: Kundgebung beim Cafe Miau

Die polnische Basisgewerkschaft ZSP-IAA protestierte Ende Januar gegen die Geschäftspraktiken in einem Katzencafe, das Arbeiter/innen ohne Vertrag beschäftigt. Es mangelt daher an Sozialabgaben, Urlaubs- und Krankengeld, aber dafür müssen sie Überstunden leisten. Die Besitzerin und einige Männer riefen die Polizei und bedrohten die Protestkundgebung, aber niemand ließ sich auf die aggressiven Provokationen ein. (http://zsp.net.pl, https://www.youtube.com/watch?v=TVEvmMX6S5A)

Foto: ZSP-IAA Warschau vor Katzenkafe

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Russland: Soziale Proteste gegen autoritären Kapitalismus

KRAS-Mitglied Vadim Damier berichtet in seinem Artikel „Die Illusion des „Volkskapitalismus“ berichtet über den autoritären Neoliberalismus und die sozialen Proteste unter der Regierung Putin (in: Graswurzelrevolution, Nr. 416/Feb.2017, http://www.linksnet.de)

Kontakte zu den Mitgliedsorganisationen der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA):
http://iwa-ait.org/content/addresses

CreativeCommons: BY-NC (anarchosyndikalismus.blogsport.de)