Archiv der Kategorie 'Arbeit'

Neues aus der IAA – März 2017

Bulgarien:

Die bulgarischen Arbeiter*innen bei Picadilly, einem der größten Einzelhandelsunternehmen des Landes, haben landesweit einen wilden Streik organisiert und werden dabei von der anarchosyndikalistischen „Autonomen Arbeiter*innen-Gewerkschaft“ (ARS-IAA) unterstützt.

Protestaktion der ARS-IAA

Außerdem beteiligte sich die ARS-IAA am 24.03. an einer Blockade der Firmenzentrale von MAX Telecom in Sofia gemeinsam mit ehemaligen Arbeiter*innen, die die sofortige Auszahlung der ausstehenden Löhne für alle 150 Kolleg*innen fordern.
(Video)

Polen:

Auch der Arbeitskampf bei der polnischen Post weiter geführt: Das Management versucht mit Repressionen und Kündigungen gegen die aktiven Arbeiter*innen vorzugehen, um weitere Betriebskämpfe zu verhindern. Eine selbstorganisierte Basisbewegung von hunderten Post-Arbeiter*innen hatte Mitte März mit dezentralen Aktionen ihre Forderungen nach Lohnerhöhung und regionaler Umstrukturiereung bekräftigt.

Polen: Post-Protest


Serbien:

Anlässlich des 18. Jahrestages des NATO-Angriffs von 1999 hat die Anarchosyndikalistische Initiative (ASI-IAA) an die imperialistischen Kriegsverbrechen erinnert. Bereits im letzten Jahr hatten sie mit einer Protestaktion auf die blutige Geschichte dieser illegalen Intervention verwiesen.(Video)

Anfang März hat die ASI-IAA mit einer Sprayaktion gegen den faschistischen Polizeiterror der lokalen Ordnungskräfte protestiert, der letzten Sommer zum Tod von Vladan Marinkovic auf dem Vidikovačkoj-Markt geführt hatte (Video).

Portugal:

Die Anarchosyndikalist*innen der AIT-SP berichten von einer brutalen Polizeirazzia am 15.03. in einer Sozialwohnungssiedlung im Lissaboner Vorort Queluz. Dabei soll es durch die Staatsmacht zu rassistischen und sexistischen Übergriffen gekommen sein als auch Senior*innen, Kinder und ein*e Anwält*in der Polizeigewalt ausgesetzt wurden. Vorwand für den gewaltsamen Einsatz war eine Durchsuchung nach einem Fahrraddiebstahl. Die Bewohner*innen berichteten gegenüber dem unabhängigen Nachrichtenmagazin Mapa in Interviews.

Portugal: Razzia in Sozialwohnungsblock

Britannien:

Das medizinisches Personal in britischen Krankenhäusern soll demnächst den Migrationsstatus von Patient*innen überprüfen. Gegen diese rassistische Politik spricht sich die anarchosyndikalistische Solidarity Federation (SF-IAA) aus und fordert mit einer Plakatkampagne „Gesundheitsleistungen für alle“.

SF-IAA: Gesundheitsleistungen für alle

CreativeCommons (BY-NC): anarchosyndikalismus.blogsport.de

Neues aus der IAA – Februar 2017

Brighton: Urlaubsgeld erkämpft

Eine Gastrononomie-Arbeiterin der Solidarity Federation bekommt 600 GBP ausgezahlt nachdem sie Urlaubsgeld für sich und ihre Kolleg/innen gefordert hatte. Der Arbeitgeber war nur unter Androhung von öffentlichen Protestaktionen zur Erfüllung dieser Rechtsansprüche bereit. Angesichts der unsicheren Arbeitsbedingungen mit Null-Stunden-Verträgen besteht jedoch noch viel Handlungsbedarf in der Branche. (http://www.brightonsolfed.org.uk)

Lissabon: Gemeinsam gegen prekäre Arbeit

An der Kunsthochschule „António Arroio“ haben sich Studierende und Hilfskräfte zu einem Arbeitskampf gegen prekäre Bedingungen vereinigt. Sie protestieren u.a. gegen Niedriglöhne von höchstens 240 Euro/Monat. Unterstützt werden sie auch von der anarchosyndikalistischen Basisgewerkschaft AIT-SP (http://ait-sp.blogspot.de/) und dem Anarchistischen Studierenden-Kollektiv CEL (http://cel-lisboa.tumblr.com>.

Madrid: Arbeitskampf bei Carrefour

Vor dem Supermarkt im Madrider Stadtteil Lavapies fand Ende letzter Woche eine Protestkundgebung der anarchosyndikalistischen Basisgewerkschaft CNT-IAA statt. Das Allgemeine Syndikat in der spanischen Hauptstadt kämpft für die Wiedereinstellung der gekündigten Kollegin und für die Erfüllung verschiedener Forderungen. (http://elmilicianocnt-aitchiclana.blogspot.com)

Foto: CNT-IAA Madrid: Protest bei Carrefour

Warschau: Kundgebung beim Cafe Miau

Die polnische Basisgewerkschaft ZSP-IAA protestierte Ende Januar gegen die Geschäftspraktiken in einem Katzencafe, das Arbeiter/innen ohne Vertrag beschäftigt. Es mangelt daher an Sozialabgaben, Urlaubs- und Krankengeld, aber dafür müssen sie Überstunden leisten. Die Besitzerin und einige Männer riefen die Polizei und bedrohten die Protestkundgebung, aber niemand ließ sich auf die aggressiven Provokationen ein. (http://zsp.net.pl, https://www.youtube.com/watch?v=TVEvmMX6S5A)

Foto: ZSP-IAA Warschau vor Katzenkafe

Russland: Soziale Proteste gegen autoritären Kapitalismus

KRAS-Mitglied Vadim Damier berichtet in seinem Artikel „Die Illusion des „Volkskapitalismus“ berichtet über den autoritären Neoliberalismus und die sozialen Proteste unter der Regierung Putin (in: Graswurzelrevolution, Nr. 416/Feb.2017, http://www.linksnet.de)

Kontakte zu den Mitgliedsorganisationen der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA):
http://iwa-ait.org/content/addresses

CreativeCommons: BY-NC (anarchosyndikalismus.blogsport.de)

Britische Bahnarbeiter*innen im Streik

Die Solidarity Federation (SF-IAA) aus Brighton solidarisiert sich ein einer Erklärung mit dem aktuellen Streik bei bei der Eisenbahn. Mit Teilnahme an Streikposten und der Organisierung eines Solidaritätskonzertes hat die britische Basisgewerkschaft den Arbeitskampf der Zugbegleiter*innen und Lokführer*innen praktisch unterstützt – jenseits von Branchen- und Organisationszugehörigkeit.

Britische Eisenbahner*innen im Streik

(mehr…)

Bulgarische Kohlearbeiter*innen fordern ausstehende Löhne

Die anarchosyndikalistische Gewerkschaft ARS unterstützt den Arbeitskampf in der staatlichen Kohleindustrie und die Werksblockade in Bobov Dol. Einen Vermittler der Arbeitgeber*innen, der halbherzige Angebote machen wollte, haben die 50-100 protestierenden Kohlekumpel wieder weggeschickt.

Auch wurde der Direktor Krasimir Chavgarski öffentlich bedrängt, eine Zusage für die Nachzahlung zu machen. Nur seine Security konnte die wütenden Kolleg*innen davon abhalten das Büro zu stürmen. Nach zwei Tagen war diese direkten Aktionen erfolgreich und der Belegschaft wurde die baldige Überweisung der sechs ausstehenden Löhne versprochen, woraufhin die Blockade beendet wurde. Bereits im Oktober war ein dreitägiger Streik mit Werksbesetzung durch Zusagen des Unternehmers, der Oligarch Hristo Kovachki, beendet worden. Wir werden sehen, ob sich das Management diesmal an seine Zusagen hält…

Straßenblockade der Kohlearbeiter*innen

SolFed Brighton: Reinigungskräfte beenden Gewerkschaftskampagne

Mit einem kritischen Rückblick auf die begrenzten Möglichkeiten der Organisierung von Kolleg*innen in der Hotelreinigung beendet die Solidarity Federation (SolFed-IAA) ihre Kampagne. Es ist ihnen jedoch gelungen, auf die Mißstände in der Branche aufmerksam zu machen.

Kampagne der Reinigungskräfte in Brighton (SolFed-IAA)
(mehr…)

Bulgarische Gewerkschaft ARS unterstützt Arbeitsmigrant*innen

In Bulgarien gibt es zwar eine relativ niedrige Erwerbslosenrate, doch die wirtschaftliche Lage in dem Land ist geprägt von niedrigen Löhnen, fehlenden Zukunftsaussichten und großen Unterschieden zwischen den Großstädten und der Armut in ländlichen Regionen. Dies treibt viele Arbeiter*innen dazu auszuwandern und bisher haben über 2,5 Millionen Bulgar*innen das Land verlassen.

Ein Großteil von ihnen ist akut von Ausbeutung gefährdet, vor allem die angelernten Hilfsarbeiter*innen, die zum ersten Mal ins Ausland gehen und meistens keine Kenntnis der dortigen Landessprache haben. Obwohl die Europäische Union einige Vorschriften erlassen hat, die die Freizügigkeit der bulgarischen Arbeiter*innen begrenzen sollen, sind immernoch viele von ihnen im informellen Sektor („Schwarzarbeit“) tätig, wo sie sich in einem Nezt aus illegalen Firmen und Zwangsarbeit verstricken.

In vielen Fällen arbeiten sie für ein Entgelt weit unter dem Mindestlohn, zu miesen Bedingungen und mit ungeregelten Arbeitszeiten von bis zu 16 Stunden pro Tag. Es häufen sich die Fälle von Menschenhandel bei dem ihre Papiere von den Arbeitgeber*innen einbehalten und sie zu unentlohnter Sklavenarbeit gezwungen werden.

ASR-Kampagne für Arbeitsmigrant*innen (Bild)

(mehr…)

Warschau: Direkte Aktion zahlt sich aus

Warschau: Der Kampf um ausstehenden Lohn geht weiter (ZSP-IAA)
Letzten Monat wurde bereits ueber die Arbeiter/innen berichtet, die ihre ausstehenden Loehne mit einer Blockade des Supermarkts MarcPol in der Warschauer Innenstadt erkaempt hatten. Alle Arbeiter/innen, die an der Aktion teilgenommen hatten, erhielten ihr Geld, zusammen ueber 100.000 Zloty.

Leider haben jedoch nicht alle, denen noch Geld zusteht, etwas bekommen. Dies zeigt mal wieder, dass man mit direkten Aktionen eher etwas erreicht als andere ohne. Wir hoffen weiterhin, dass die anderen Kolleg/innen wenigstens einige ausstehenden Betraege aus einem entsprechenden Sonderfonds ausgezahlt bekommen, doch das dauert bereits seit sechs Monate.

Die vom Staat vorgegebenen Verfahren sollen angeblich die Arbeiter/innen schuetzen, tun dies aber nur halbherzig. Vor allem koennen sie keine Abfindungen in Hoehe des Lohnes garantieren. Und ausserdem brauchen sie jede Menge Zeit. Die Gerichte bezahlen ihre Leute, egal ob die den Arbeiter/innen helfen ihre Loehne zu bekommen oder nicht.

Aufgrund dieser Erfahrung ruft die ZSP-IAA die Arbeiter/innen dazu auf sich selbst zu organsieren und solchem Missbrauch ein Ende zu machen! Denn wer sich organisiert und handelt, hat mehr Chancen auf ein Ergebnis!

Quelle: http://zsp.net.pl/direct-action-pays

Uebersetzung: http://anarchosyndikalismus.blogsport.de (CC: BY-NC)

ZSP-Kundgebung vor Supermarkt MarcoPol in Warschau

Solidarity Federation: Nach Probearbeit Lohn durchgesetzt

Eine Geschichte über die alltägliche Macht eines Soldiaritätsnetzwerks

„Ich habe eine Probeschicht in der Kneipe Ginger Dog gearbeitet. Mir wurde gesagt, dass die „ein paar Stunden“ dauern würde. Nach drei Stunden Arbeit sagte man mir, ich würde das gut machen und den Job bekommen. Nach meiner Erfahrung sagen die Chefs in der Gastronomie sowas, weil sie sie die Leute so dazu bringen noch länger kostenlos zu arbeiten.

SolFed Brighton - Hospitality Sector

(mehr…)

Polen: Post-Proteste (ZSP-IAA)

Die Arbeiter*innen der anarchosyndikalistischen ZSP-IAA bei der polnischen Post organisieren sich seit Monaten gemeinsam mit anderen Kolleg*innen außerhalb der angepassten Gewerkschaften.

Einige Proteste haben bereits in mehreren Städten stattgefunden, darunter Streikkundgebungen, Krankmelde-Streiks, Bummelstreiks, Transparent-Aktionen und andere direkte Aktionen am Arbeitsplatz.

Protestdemo

Das Netzwerk MailCarrier und besonders die Organisationen in Czestochowa, Poznan und Gdansk haben nun Forderungen an die Post gestellt. Sie erwarten unter anderem Lohnerhöhungen statt Personalabbau. Auch der skandalöse Postdirektor in Warschau soll verschwinden, der sich mit Repressionen gegen Streikaktivist*innen unbeliebt gemacht hat.

Die ZSP-IAA, die in einigen Städten auch Mitglieder bei der Post hat, unterstützt die Forderungen des Netzwerks MailCarrier und setzt sich ebenfalls für eine Entlassung des Direktors ein, der Arbeiter*innen bespitzelt und bedroht. Die ZSP Warschau bereitet daher jetzt entsprechende Aktionen vor…

Quelle: http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de (CC: BY-SA)

Spanien: Massenproteste bei Bildungsstreik

Rund 200.000 Schüler*innen, Studierende, Lehrer*innen und Eltern haben am 28.10. in etwa 70 spanischen Städten ihre Tätigkeit niedergelegt und gegen die zunehmende Privatisierung des Bildungssystems und die Wiedereinführung des Zwischenprüfungssystems aus der Zeit der Franco-Diktatur protestiert. Auf Großdemonstrationen in Madrid, Barceloa, Granada und Bilbao, aber auch in kleineren Städten, versammlten sie sich massenhaft und zogen lautstark durch die Straßen.

Aufgerufen hatte die Studierenden-Gewerkschaft Sindicto de Estudiantes. Aber auch Gewerkschaften, wie die anarchosyndikalistische CNT-IAA, beteiligten sich an dem Streiktag. In Córdoba wurden zwei Demonstrant*innen durch Polizeiangriffe verletzt.

Quelle: http://kaosenlared.net

(mehr…)

Australien: Arbeitskampf bei NSC gewonnen

Die australische Sektion der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation, die Anarcho-Syndicalist Federation (ASF-IAA) freut sich mitteilen zu können, dass ihr Mitglied Shawn den Arbeitskampf mit dem Musikclub „Northcote Social Club“ (NSC) gewonnen hat.

Am 18. Oktober hat der Arbeitgeber während einer Besprechung bei der arbeitsgrichtlichen Schlichtungsstelle „Fair Work Australia“ endlich Zugeständnisse gemacht und zugestimmt, Shawn für seine ungerechtfertigte Kündigung zu entschädigen. Obwohl der Genosse keine weiteren Details dieses Gesprächs oder die getroffene Vereinbarung veröffentlichen darf, kann die ASF feststellen, dass er sehr zufrieden mit dem Ergebnis ist.

Anarcho-Syndicalist Federation (ASF-IWA)

(mehr…)

Polen: Gewerkschaft erkämpft bessere Arbeitsbedingungen in veganem Restaurant (ZSP-IAA)

Ende März hatte die ZSP in Wroclaw Protestaktionen gegen ein veganes Restaurant in der Stadt organisiert. Arbeiter*innen hatten darauf aufmerksam gemacht, dass es mehrere Verstöße gegen ihre Rechte gab: Arbeiten ohne oder mit falschem Vertrag, unbezahlte Überstunden, fehlende Sozialversicherung und zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsschutzvorschriften.

Die Gewerkschaft sprach den Besitzer des Restaurants an, der aus der „alternativen Szene“ stammt, aber er reagierte darauf sehr arrogant und aggressiv. Daher begann die ZSP mit der Veröffentlichung von Informationen über diese Probleme und organisierte Protestkundgebungen vor dem Laden. Der Besitzer begann die Kundgebung zu bedrohen und machte auch Filmaufnahmen. Daraufhin wurde eine Liste mit den Problemen und Forderungen veröffentlicht.

ZSP picket

(mehr…)

„Keine Herrschaft, keine Autorität“ (IAA)

„Keine Herrschaft, keine Autorität – am Ersten Mai kämpfen wir für mehr

Am Ersten Mai bekommen die Arbeiter*innen überall traditionell beste Grüße im Kampf von anderen Organisationen auf der ganzen Welt geschickt. Viele von ihnen erinnern an den Kampf für den 8-Stunden-Tag, die zu den tragischen Ereignissen [in Chicago] des Jahres 1886 führten. An diesem Ersten Mai möchte das Sekretariat der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA) jedoch außer den revolutionären Grüßen auch einige Worte darüber verlieren, wofür die Leute, die nach dem Haymarket-Massaker ihr Leben ließen, sonst noch gekämpft hatten.


(mehr…)

Polen: Sozialversicherung erfolgreich eingefordert

In Wroclaw hat die polnische Basisgewerkschaft ZSP-IAA einen Arbeitskampf in einer örtlichen Vorschule gewonnen. Der Eigentümer hatte sich nämlich bisher geweigert Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen. Im letzten Jahr fand die betroffene Kolleg/in heraus, daß bereits seit 2013 keine Beiträge gezahlt worden waren. Aber durch das Eingreifen der ZSP-IAA konnte das Problem schließlich gelöst werden.

Die lokale Gewerkschaftsgruppe ermutigt nun alle Arbeiter/innen, für ihre Rechte zu kämpfen. Und sie betont, dass die Arbeiter/innen selbst die Konsequenzen dafür tragen müssen, falls sie ohne Versicherung eingestellt werden, weshalb es besser ist dagegen anzugehen.

CreativeCommons: BY-NC

Spanien: Boykott und Repression bei Corte Ingles

Die Gewerkschaft CNT-IAA Barcelona und die Libertäre Aktion aus Sants (Acció Llibertària) haben Anfang November eine Boykottkampagne gegen die Kaufhauskette El Corte Ingles gestartet.

Der Boykott ist eine Antwort auf die andauernde Repression gegen Teilnehmer/innen des Generalstreiks vom 29. März 2012, der sich gegen die Verschlechterungen der „Arbeitsmarkt-Reform“ richtete. Einem Mitglied von CNT und Libertärer Aktion drohen nun fünf Jahre Haft und das Unternehmen fordert 8.500 Euro Schadensersatz wegen der Streikaktionen. Außerdem haben Beschwerden über die Arbeitsbedingungen und der Sexismus in der Kaufhauskette zu der Entscheidung beigetragen. Auch die frühere Teilnahme mindestens einer der Direktoren in der faschistischen Falange wird thematisiert. Der Boykott wurde zwar in Barcelona ausgerufen, hat sich aber schnell im ganzen Land ausgebreitet und die CNT organisiert Protestkundgebungen in mehreren Städten.

Foto: CNT-IAA Alicante, http://www.cnt.es

(mehr…)